Manometer

Manometer von WIKA ‒ weltweit Marktführer seit 1946

In unserem Online-Shop finden Sie ein umfangreiches Portfolio an WIKA-Manometern mit kurzer Lieferzeit und zu günstigen Preisen: Rohrfedermanometer sind in den verschiedenen Ausführungen für Messbereiche von 0 ... 0,6 bis 0 ... 1.000 bar lieferbar. Für Messstellen mit hohen dynamischen Belastungen wählen Sie bitte Geräte mit Flüssigkeitsfüllung. Kapselfedermanometer sind für kleinste Messbereiche ab 0 ... 2,5 mbar geeignet, Plattenfedermanometer für hohe Überlastsicherheit. Komplettiert wird unser Shop-Portfolio im Bereich Manometer durch Differenzdruckmessgeräte und Bimetall-Thermomanometer.

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Artikelnummer

Was ist eine WIKA-Artikelnummer?

Die Artikelnummer spezifiziert die exakte Ausführung eines Produkts und kann somit sehr gut zur (Nach-)Bestellung genutzt werden. Sie ist nummerisch und besitzt 6, 7 oder 8 Stellen (z. B. 14139912). Bei einigen Messgeräten ist die Artikelnummer auf dem Produkt aufgedruckt bzw. eingraviert. Im Gegensatz zur Seriennummer (z. B. S# 11639110000) beginnt die Artikelnummer mit dem Präfix P# („Product number“).

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Manometer liefern ohne Fremdenergie stets ein zuverlässiges Messergebnis, das auf einen Blick ablesbar ist. Selbst wenn die Stromversorgung ausfällt, erfüllen sie weiterhin ihre Messaufgabe und zeigen den Wert vor Ort an. Die grundsätzliche Entscheidung für den Einsatz von Manometern fällt also nachvollziehbar leicht. Hingegen ist die Antwort auf die Frage, welches Gerät zu welcher Anforderung passt, vielschichtig.

Manometer-Technologien

Technologisch betrachtet unterscheidet man drei Manometer-Typen: Rohrfedermanometer arbeiten mit einer Bourdonfeder als Messglied, die sich bei zunehmendem Druck ausdehnt. Diese Bewegung wird über Zugstange und Zeigerwerk zur Anzeige gebracht. Bei Plattenfedermanometern wirkt der Druck über eine Membran, die entweder am Rand eingespannt oder verschweißt ist. Die lineare Bewegung wird über eine Schubstange direkt auf ein Zeigerwerk übertragen. Aufgrund der großen Fläche der Plattenfeder können niedrige Druckbereiche gemessen werden (p = F/A). Eine Sonderform dieses Typs ist das Kapselfedermanometer. Dessen Messglied besteht aus zwei, an den Rändern zusammengeschweißten Plattenfedern. Der daraus resultierende doppelte Federweg erlaubt die Messung auch niedrigster Drücke ohne Reduzierung der Materialstärke.

Auswahlkriterien für das richtige Manometer

Alle drei Technologien eignen sich gleichermaßen für die Kontrolle von Relativ-, Differenz- und Absolutdruck. Generell ist die Relativdruckmessung die am häufigsten gebrauchte Methode. Dabei wird die Differenz zum aktuell herrschenden Umgebungsdruck gemessen, der sich nach dem Wetter und der Höhe über dem Meeresspiegel richtet. Im Vergleich zu den anderen beiden Methoden verursacht die Relativdruckmessung einen geringeren Aufwand und erfüllt dennoch die meisten Anforderungen.

Messbereiche als Kriterium für die Wahl eines Manometers

Erster Gesichtspunkt zur Auswahl des richtigen Manometers ist der Druckbereich: Die Spanne von 1 mbar bis 600 mbar wird mit Kapselfedergeräten abgedeckt. Um Werte zwischen 16 mbar und 25 bar anzuzeigen, empfehlen sich Plattenfedermanometer. Für Messbereiche zwischen 0,6 bar und 1.600 bar eignen sich in erster Linie Rohrfedermanometer.

Messmedium als Kriterium für die Wahl eines Manometers

Neben dem Druckbereich spielt das Messmedium eine entscheidende Rolle. Nimmt man dieses Kriterium als Maßstab, präsentiert sich das Plattenfedermanometer als Allrounder. Typen mit Rohrfedern hingegen dürfen nicht in Prozesse mit hochviskosen oder kristallisierenden Flüssigkeiten integriert werden, da Druckanschluss und Feder einen geringen Querschnitt haben und somit verstopfen können. Die sehr feinfühligen Kapselfedermanometer eignen sich ausschließlich für Anwendungen mit Gas oder Dampf: Ein flüssiges Medium in der Kapsel würde aufgrund seines Eigengewichtes das Messergebnis verfälschen. Nach dem Medium richten sich insbesondere auch die Werkstoffe der Geräteteile, die mit ihm in Berührung kommen. Reicht bei unproblematischen Substanzen eine Kupferlegierung aus, werden Prozessanschlüsse und Messglieder bei aggressiven oder korrosiven Medien aus hochwertigem Edelstahl verwendet.

Nenngröße als Kriterium für die Wahl eines Manometers

Die Nenngröße (NG) eines Messgeräts gibt Aufschluss über dessen Ablesbarkeit. Zugleich steht sie in Relation zur Anzeigegenauigkeit. Die Faustregel lautet: Je besser die Genauigkeitsklasse, umso größer muss der Durchmesser des Zifferblatts sein, um den Zeigerausschlag präzise auflösen zu können. So erfordert die Genauigkeitsklasse von 1,0% mindestens eine Nenngröße von 63mm (NG63).

Manometer in Sicherheitsausführung

Die Arbeit mit kritischen Medien bzw. in rauer Umgebung kann eine besondere Konstruktion der Manometer erforderlich machen. Messgeräte in Sicherheitsausführung (laut Norm mit einem „S“ in einem Kreis auf dem Zifferblatt markiert) verfügen über eine bruchsichere Trennwand zwischen Messglied und Sichtscheibe sowie über eine ausblasbare Rückwand. Bei einem eventuellen Schadensfall (Bersten der Rohrfeder) sorgt die Trennwand dafür, dass die auftretende Energie über die Rückseite des Geräts abgeführt wird. Die Frontscheibe, ohnehin meist aus Sicherheitsglas, bleibt intakt und das Personal, falls es in dem Moment den Druck kontrolliert, ist geschützt.

Gefüllte Manometer

Wo starke Vibrationen ein Messgerät beschädigen oder zerstören könnten, ist ein Manometer mit Flüssigkeitsfüllung empfehlenswert. Dabei dämpft das Füllmedium, in der Regel Glyzerin, die auf das Gerät einwirkenden Schwingungen und damit auch die Vibration des Zeigers, sodass der Messwert korrekt abgelesen werden kann. Darüber hinaus wirkt die Flüssigkeit als Schmiermittel zwischen den mechanischen Bauteilen, was die Langlebigkeit der Manometer erhöht. Weitere Informationen zu gefüllten Manometern finden Sie in folgendem Video: https://www.youtube.com/watch?v=dhfOPaIB9FU

Überlastsicherheit bei Manometern

Bei anderen typischen Anwendungen können Messgeräte kurzzeitig einem erhöhten Druck ausgesetzt werden, etwa beim Zuschalten einer Pumpe oder dem Öffnen/Schließen eines Ventils. Hierfür sind Plattenfedermanometer wegen der Anlage der Membran am oberen Flansch besser geeignet als Rohrfedermanometer.

Zubehör für Manometer

Elektrisches Zubehör, Ventile & Schutzvorrichtungen: Je nach den Anforderungen des Einsatzbereichs des Manometers kann die Funktion dessen um sinnvolles Zubehör erweitert werden sowie das Druckmessgerät wenn gewünscht vom Prozess getrennt werden.